Was ist ein Broker genau?

Die Frage „ Was ist ein Broker?“ beschäftigt Sie schon länger? Und nun möchten Sie diese endlich beantwortet wissen? Doch was zeichnet seine Arbeit aus – und was gibt es in diesem Zusammenhang noch zu wissen? In diesem Beitrag gibt es alle wichtigen Informationen!

 

    1. Was ist ein Broker eigentlich genau?

Der Begriff „Broker“ stammt, wie der Name es bereits vermuten lässt, aus dem Englischen und lässt sich mit Makler, Zwischenhändler und Vermittler übersetzen. Es handelt sich also um einen Mitarbeiter, der im Wertpapiergeschäft tätig ist.

Der Gegensatz zum Börsenhändler oder Trader besteht jedoch darin, dass nur Aufträge von Kunden ausgeführt werden. Er handelt also nicht auf eigene Rechnung – und ist somit ein klassischer Dienstleister.

  • In der Regel gilt dies für das Durchführen von Wertpapierordern der Anleger.
  • In diesem Zusammenhang ist auch von der sogenannten Brokerage die Rede.

Dabei wird mit ganz verschiedenen Optionen gehandelt – wie etwa Wertpapieren (z.B. Strom, Rohstoffen, Waren, Aktien und Devisen) an den Börsen, aber auch an außerbörslichen Handelsplätzen.

In Deutschland kann man übrigens noch einfacher zwischen einem Broker und einem Trader unterscheiden. Denn hierzulande spricht man in der Regel von einem Broker – und meint damit ein Unternehmen. Dieses wickelt sämtliche Aufträge der Kunden über Börsen ab. Hier wird nicht auf eigene Rechnung gehandelt, wie dies im angelsächsischen Raum der Fall sein kann. Und noch eine Unterscheidung zu Börsenmaklern: Im Gegensatz zu diesen dürfen Broker auch private Kunden bedienen.

  • Der Broker selbst kann Beratungsdienste anbieten.
  • Hierbei werden ausführliche Analysen und Berichte zu ausgewählten Märkten, Unternehmen und Branchen erstellt.
  • Auch Wertpapierempfehlungen können von dem Broker gegeben werden.
  • Doch Anlageentscheidungen werden von ihm nicht getroffen.

Und wie verdient nun ein Broker? Dies geht über die Vermittlungsgebühr, die sogenannte Courtage beziehungsweise Brokerage. Die Gebühren, die vom Händler berechnet werden, heißen ticket fees.

Hier noch einmal die wichtigsten Infos im Überblick:

  • Broker ist als Vermittler und Berater tätig.
  • Er arbeitet auf eigene Rechnung.
  • Er ist auf Wertpapiere spezialisiert.
  • Er kann auch Privatkunden bedienen.
      1. Sind Broker und Makler das Gleiche?

Zugegeben: Mit den ganzen Begriffen in diesem Bereich kann man als Laie schon mal durcheinander kommen. Und so fragt sich mancher, was nun eigentlich der Unterschied ist zwischen einem Broker und einem Makler.

Mit gutem Grund: Denn Broker ist nun mal die englische Übersetzung für Makler. Und doch verbindet sich mit letztgenanntem Begriff ein Beruf, der gesetzlich geregelt ist.

  • Bis 1998 mussten Börsenmakler von der zuständigen Behörde erst einmal zugelassen werden.
  • Heute gibt es den Begriff von offizieller Seite aus nicht mehr.
  • Vielmehr spricht man nun von Skrontoführern oder Börsenhändlern.
  • Von einem Skrontoführer ist dann zu sprechen, wenn dieser die Börsenkurse feststellt.

Und der Broker? Hierbei handelt es sich, zumindest in Deutschland, erst einmal um ein Maklerunternehmen. Doch wird dies nicht so genannt, da es hierzulande noch immer Firmen gibt, die Kursmakler beschäftigen, die amtlich bestellt wurden. Und diese Firmen arbeiten im Auftrag diverser Unternehmen – also eben nicht für private Kunden.

Zusammengefasst kann mal also sagen: Ein Broker kann durchaus auch als Maklerunternehmen bezeichnet werden. Längst ist der Begriff Börsenmakler nicht mehr geschützt, doch wird der Begriff Broker bis heute um einiges lieber verwendet.

      1. Was ist ein Broker: Bank oder Broker – worin liegt der Unterschied?

Nun mag sich manch einer vielleicht fragen: Worin liegt eigentlich der Unterschied zwischen einer Bank und einem Broker? Dieser Unterschied lässt sich theoretisch schnell klären: Eine Bank kann mit einer Bankenlizenz aufwarten.

  • Wenn man genauer hinsieht, tritt der Unterschied allerdings nicht mehr so klar zutage.
  • Denn Anbieter wie Flatex, ein reiner Broker, darf als solcher keine Konten führen.
  • Wer dort traden möchte, der muss ein Verrechnungskonto bei einer der Partnerbanken eröffnen.
  • Dies gilt auch für die Kunden von S-Broker: Hier wird im Regelfall über das Girokonto der Sparkasse gehandelt.

Der Anbieter ING-DiBa hingegen kann als klassische Vollbank bezeichnet werden. So verfügt er nicht nur über eine Bankenlizenz. Sondern kann seinen Kunden auch weitere Dienstleistungen wie Fest- und Tagesgeld oder auch Kredite zur Verfügung stellen.

  • Es gibt also Unternehmen, die eine Banklizenz aufweisen, doch immer mehr in Richtung Brokerage gehen.
  • Doch gibt es auch den Trend, dass immer mehr spezialisierte Broker das Bankgeschäft ausbauen.
  • Als Beispiel kann hier die Nürnberger Bank Consors herangezogen werden.
  • Diese benannte sich 2014 in Consorsbank um, damit dieser Wandel noch deutlicher hervorträte.

Zusammengefasst lässt sich also sagen: Als Bank braucht man eine Lizenz, sonst wäre es nicht möglich, Sparanlagen anzunehmen und Konten zu führen. Daher können viele Broker, die auf Wertpapiere spezialisiert sind, keine Bankenlizenz vorweisen und keine weiteren klassischen Bankdienstleistungen anbieten.

      1. Was ist ein Broker: Ist das Trading über eine Bank oder über einen Broker besser?

Stellt sich nun die Frage, bei wem das Trading eigentlich besser ist: Bei einer Bank oder bei einem Broker? Pauschal lässt sich das so natürlich nicht sagen – vielmehr kommt es, wie in so vielen anderen Bereichen auch, darauf an. In diesem Fall auf das Tradingverhalten.

  • Wer viel und aktiv tradet, der sollte sich für einen Broker entscheiden – selbst wenn dieser keine oder nur wenige Bankangebote vorweisen kann.
  • Durch die Spezialisierung auf das Trading Geschäft sind die Konditionen jedoch in der Regel besser.
  • Wer regelmäßig Wertpapiere kauft oder verkauft, der sollte sich ein zweites Konto also anschaffen – besonders gilt dies für Daytrader.

Wer hingegen eher langfristig denkt und investiert sowie nur gelegentlich handeln möchte, der sollte gründlich abwägen. Und sich fragen, ob er den zusätzlichen Aufwand für einen zweiten Account für gerechtfertigt hält. Oder doch lieber einen Anbieter nimmt, der einem gleichzeitig Dienstleistungen wie etwa Tages- und Festgeld sowie Girokonto zur Verfügung stellen kann.

    1. Was ist ein Broker: und was ist mit dem CFD und Forex Trading?

Kommen wir zum Sonderfall, dem CFD und Forex Handel. Wer mit solchen Differenzkontrakten (CFD) und/ oder Devisen (Forex) handeln möchte, der kann sich ebenfalls zwischen Anbietern mit einer Bankenlizenz (wie etwa die comdirect Bank) oder einem reinen Broker entscheiden. Auch hier gilt es zu unterscheiden: Wer nur hin und wieder ein wenig mit CFDs oder Forex handeln möchte, für den sollte ein Anbieter wie comdirect ausreichen.

  • Hier gibt es immer wieder attraktive Leistungen und Konditionen wie etwa ein Konto ohne Nachschusspflicht.
  • Das ist besonders für Anfänger interessant, die sich mit dem CFD und Forex Trading noch nicht sonderlich gut auskennen.

Somit muss nicht befürchtet werden, dass bei großen Kursverlusten mehr als der eigentliche Einsatz aufgrund der Hebelwirkung verloren geht.

Wer hingegen professionell(er) handeln möchte, der sollte sich für einen spezialisierten Broker entscheiden. Mit gutem Grund, können doch nur die wenigsten Banken ein so umfassendes CFD und Forex Angebot bereitstellen, wie dies ein reiner Broker tut.

  • Einsteigern raten wir jedoch, sich für einen Anbieter mit Demokonto zu entscheiden.
  • Auf diese Weise kann das Trading erst einmal ganz unverbindlich und ohne Risiko getestet werden.
  • Doch Achtung: In der Regel ist die Einrichtung eines solchen Accounts an das vorherige Eröffnen eines klassischen Echtgeld-Kontos geknüpft.
      1. Was ist ein Broker: Welche Kriterien sind bei einer Entscheidung noch wichtig?

Angesichts der Vielzahl an Brokern mittlerweile gilt es, schon sehr genau hinzuschauen und die einzelnen Konditionen zu untersuchen. Etwa, ob der jeweilige Anbieter seriös und vertrauenswürdig ist oder nicht.

Dies lässt sich gut daran erkennen, dass er eine offizielle Lizenz einer europäischen Finanzaufsichtsbehörde (wie etwa die BaFin hierzulande) vorweisen kann. Auf diese Weise kann man sicher sein, dass alle geltenden EU Richtlinien eingehalten werden, zudem gibt es eine Einlagensicherung für die Kundengelder.

  • Auch das Angebot an Handelsmöglichkeiten sollte in jedem Fall in die Entscheidung mit einfließen.
  • Das Gleiche gilt für die jeweiligen Kosten für Ein- und Auszahlungen.

Ebenfalls wichtig ist die Frage nach der Mindesteinzahlung: Wie hoch fällt der Betrag aus? Günstige Broker können hier Beträge bis maximal 200 Euro bieten – das macht das Trading auch für kleinere Anleger interessant. Des Weiteren gilt es auch der Mindesthandelssumme je Trade einen Blick zuzuwerfen.

Ein weiteres wichtiges Kriterium ist der Kundenservice. Ist dieser gut erreichbar? Und das auf verschiedenen Wegen wie telefonisch, per Live-Chat oder Mail? Und kann er kompetent die Fragen beantworten?

  • Zudem ist es ein gutes Zeichen, wenn man sich als Kunde über ein umfassendes Bildungsangebot freuen kann.
  • Dies kann in Form von Webinaren, Tutorials, eBooks oder Videos bereitgestellt werden.
  • Und somit Einsteigern wie auch Fortgeschrittenen die Möglichkeit bieten, sich noch mehr Wissen im Trading Bereich anzueignen.
    1. Wie lautet unser Was ist ein Broker Fazit?

Die Entscheidung zwischen einem Broker, einer Bank und einem Makler ist nicht immer leicht. Zumal der Begriff des Brokers auch erst einmal klar abgegrenzt sein will! Doch gibt es hierzu einen Tipp: Wer sich aktiv mit dem Trading beschäftigen möchte, sollte sich für einen spezialisierten Broker entscheiden. Denn dieser kann einem Trader in der Regel das beste Angebot unterbreiten.

Doch sollte man sich vor der Entscheidung für einen bestimmten Broker unbedingt um einen umfassenden Vergleich bemühen. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass man denjenigen Anbieter auswählt, der einem die besten Konditionen bieten kann. Wichtig ist es jedoch, nicht nur auf den Preis zu schauen, sondern diverse Kriterien in seine Überlegungen mit einzubeziehen.